

Beschreibung
Vor drei Jahren war Loreley Moretti dazu bestimmt, die Konigin des Xandros-Verbrecherimperiums zu werden - bis der Mann, den sie liebte, Zayden Xandros, sie offentlich demutigte, eine andere Frau wahlte und ihre Welt zerstorte. Von ihrer eigenen Familie in Ungnade gefallen und verstossen, wurde Loreley ins Exil gezwungen. Doch das Exil machte sie unbarmherzig. Jetzt kehrt sie als die gefurchtete Witwe eines Mafiakonigs zuruck, gehartet durch Verrat und gescharft durch das Uberleben. Nicht langer eine Schachfigur, ist sie nun eine Spielerin, und ihr Spiel ist Rache. Das Xandros-Imperium steht am Rande eines Krieges. Brooks Bellini, Zaydens perfekte Verlobte, verbirgt ein skandaloses Geheimnis, das sie alle ruinieren konnte. Loreley beabsichtigt, es zu nutzen, um den Namen Xandros in die Knie zu zwingen - bis sie einen noch grosseren Verrat aufdeckt: die verborgene Loyalitat ihrer eigenen Familie zum Feind. Mit Verbundeten wie dem ratselhaften Victor Solano und dem gefahrlich charmanten Dominic Russo muss Loreley sich durch ein tuckisches Netz aus Tauschung, Macht und Begierde navigieren. Doch wahrend die Spannungen steigen und alte Flammen drohen wieder aufzulodern, bleibt eine Frage: Wird Loreley Zaydens Imperium zerstoren - oder wird der Mann, der sie einst zerbrach, der Einzige sein, der sie aufhalten kann?
Kapitel 1
Apr 2, 2025
Loreley stand am Rande des Ballsaals, ihre Finger um den Stiel eines halbvollen Weinglases geschlungen.
Das Kleid, das sie trug – mitternachtsblau, Seide, die sich an jede Wölbung und Kurve schmiegte – war speziell für diesen Moment, für diese Nacht ausgewählt worden.
Zayden hatte es ihr selbst gesagt: Spiele deine Rolle, Loreley. Es ist Zeit.
Diese Nacht sollte ihr gehören.
Es sollte der Moment sein, in dem sie als seine Verlobte vorgestellt wurde. Die zukünftige Königin des Xandros-Mafia-Imperiums.
Ihr Magen verkrampfte sich, als sie Zayden, ihren Zayden, die kleine Bühne in der Mitte des Raums besteigen sah.
Seine Präsenz gebot Aufmerksamkeit, eine Art von Autorität, die nicht angekündigt werden musste. Er trug einen eleganten schwarzen Smoking, eine silberne Manschettenknopf blitzte auf, als er seinen Ärmel richtete.
Er suchte den Raum nicht nach ihr ab. Er sah nicht einmal in ihre Richtung.
Loreley lächelte in sich hinein. Er inszenierte eine Show, zögerte den Moment hinaus.
Immer dramatisch, dachte sie und verlagerte ihr Gewicht in ihren Absätzen.
Dann sprach er.
"Es gibt einen Grund, warum ich euch alle heute Abend hier versammelt habe", Zaydens Stimme trug mühelos, reich und geschmeidig, ein Kaiser, der zu seinem Hof sprach. "Jahrelang baute mein Vater dieses Imperium auf Macht und Loyalität. Stärke. Wir ehren diese Traditionen."
Der Raum wurde still.
"Und so möchte ich euch heute Abend die Frau vorstellen, die an meiner Seite stehen wird, während ich uns in eine neue Ära führe."
Das war es.
Loreley hob ihr Kinn, beruhigte ihren Atem. Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. Sie ließ sich langsam ausatmen, vorsichtig, bereit, vorzutreten, wenn er ihren Namen rief.
Zaydens Lippen verzogen sich zu einem langsamen Grinsen. "Brooks Bellini."
Der Raum brach in Applaus aus.
Loreleys Verstand wurde leer.
Sie bewegte sich nicht. Sie konnte nicht.
Es musste ein Fehler sein.
Ein Wirbel blonder Locken fegte an ihr vorbei, und dann betrat Brooks Bellini die Bühne, legte ihre Hand in Zaydens, als gehöre sie dorthin.
Als gehöre sie dorthin.
Brooks strahlte, ihre bilderbuchschöne Schönheit noch verstärkt durch das schimmernde goldene Kleid, das sich an ihre Gestalt schmiegte.
"Ich wusste immer, dass er mich wählen würde", schnurrte sie, laut genug, dass die Nahestehenden es hören konnten.
Loreley hörte die Worte kaum über dem Rauschen in ihren Ohren.
Das konnte nicht passieren.
Sie zwang ihren Körper, sich zu bewegen, trat vor, aber die Hand ihres Vaters schloss sich als stumme Warnung um ihr Handgelenk.
Don Moretti.
Ihr Vater, der Mann, der ihr ganzes Leben orchestriert hatte, saß schweigend da. Bewegungslos. Er stoppte diesen Horror nicht.
Ihre Kehle schnürte sich zu.
Zaydens Blick schweifte über den Raum, und für einen Sekundenbruchteil landete er auf ihr. Da war nichts – keine Entschuldigung, keine Erklärung. Nur kalte Gleichgültigkeit.
Loreleys Blut gefror zu Eis.
Dann, als hätte er entschieden, dass sie nicht einmal den Blick wert war, wandte er sich wieder seiner Verlobten zu. Seiner echten Verlobten.
Der Raum verschwamm. Geflüster wirbelte um sie herum wie giftiger Nebel.
Loreley Moretti? Dachte sie, sie hätte eine Chance? Armes Mädchen.
Loreley atmete scharf ein, schob sich an der Enge in ihrer Brust vorbei und bewegte sich. Sie schritt durch den Ballsaal, ihre Absätze klackten scharf gegen den Marmor, bis sie vor der Bühne stand.
"Zayden", sagte sie, ihre Stimme schnitt durch den Lärm.
Die Gespräche verstummten sofort.
Zaydens Augenbrauen hoben sich, gespielte Überraschung zeichnete seine Züge.
Sie blinzelte nicht. "Was ist das?"
Zayden atmete aus, fast als wäre er gelangweilt. "Es ist genau das, wonach es aussieht."
Loreley zuckte nicht zusammen, auch wenn das Gewicht dutzender Augen auf ihr lastete. "Du sagtest—"
"Ich sagte viele Dinge." Zaydens Stimme war geschmeidig, aber darunter lag Stahl.
Loreleys Nägel gruben sich in ihre Handfläche. "Du hast mir versprochen—"
"Ich habe nichts versprochen." Sein Blick verdunkelte sich. "Du warst nie stark genug für dieses Leben. Nie... gut genug, vielleicht."
Die Worte trafen sie härter als jede Kugel es je könnte.
Ein sanftes Lachen, triefend vor Belustigung, kam von seiner Seite. Brooks.
"Du dachtest wirklich, er würde dich heiraten?" Brooks trat vor, ihr Lächeln grausam. "Oh, Liebes, Zayden gehörte mir, bevor du überhaupt eine Option warst."
Loreleys Sicht wurde schärfer.
Brooks machte einen Schritt näher, neigte ihren Kopf. "Du hättest dich wirklich nicht so wohl fühlen sollen, Loreley."
Der Raum war still. Beobachtend. Wartend.
Loreleys Puls pochte gegen ihren Hals.
Brooks lehnte sich leicht vor, ihre Stimme sank zu etwas Privatem. "Du hast nie in diese Welt gehört."
Loreleys Finger zuckten. Der Drang, diesen selbstgefälligen Ausdruck direkt aus Brooks' Gesicht zu kratzen, brannte durch sie hindurch.
Nicht hier. Nicht jetzt.
Sie atmete aus, langsam und gleichmäßig, dann drehte sie sich um – weg von Zayden, von Brooks, von dem erstickenden Geruch des Verrats und der Demütigung.
Sie stieg von der Bühne, zwang ihre Beine sich zu bewegen, weiterzugehen, auch wenn jeder Muskel in ihrem Körper sie anflehte aufzuhören.
Und dann, kurz bevor sie die Türen erreichte, spürte sie einen Blick auf sich.
Anders.
Scharf.
Sie blickte zur Seite, und ihre Augen trafen auf Dominics. Zaydens rechte Hand.
Er beobachtete sie. Nicht mit Mitleid, nicht mit Belustigung. Sondern mit etwas anderem. Berechnung.
Loreley hatte keine Energie, herauszufinden, was es bedeutete.
Sie stieß sich durch die Doppeltüren, aus dem Ballsaal heraus, aus dem erstickenden Raum, der ihre Zukunft gestohlen hatte.
"Loreley—"
Ihr Bruder Luka holte sie ein, gerade als sie den Haupteingang erreichte.
"Lass es", schnappte sie und riss ihren Arm frei.
Sein Ausdruck verzog sich vor Frustration. "Ich wusste es nicht, ich schwöre—"
Sie lachte, ein bitterer, gebrochener Klang. "Und das macht es besser?"
Luka zögerte. "Loreley—"
Aber sie entfernte sich bereits, den Rücken gerade, die Absätze klackten gegen die steinernen Stufen.
Sie würde nicht weinen.
Sie würde nicht.
Loreley Moretti hatte gerade alles verloren.
Und sie würde nie vergessen, wer es ihr genommen hatte.

Crown Me in Vengeance
20 Kapitel
20
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