

Beschreibung
"Willst du Rache, Elena?" knurrt Alexander und tritt naher. Elena grinst spottisch, ihre Stimme wie Eis. "Nein, Alexander. Ich will alles." Vor funf Jahren war sie die verstossene Ehefrau. Jetzt ist sie die Konigin, zuruckgekehrt, um den Mann zu ruinieren, der sie verraten hat. Doch im Spiel der Macht schneidet Verrat in beide Richtungen-und Alexander ist nicht bereit sich zu beugen. "Vorsicht", warnt er. "Du konntest mehr verlieren, als du bereit bist zu geben." Ihr Lacheln wird scharfer. "Lass mich dich erinnern, Alexander-Koniginnen verlieren nicht. Konige schon."
Kapitel 1
Mar 5, 2026
"Glaubst du, sie weiß es?" Viviennes Stimme durchbrach die Stille, triefend vor falscher Unschuld, während sie mit ihren manikürten Fingern über Alexander Hartleys nackte Brust strich.
Alexander grinste und ließ seine Mundwinkel auf diese arrogante Art nach oben wandern, die die Menschen ihn gleichzeitig bewundern und verachten ließ. Er griff nach der Zigarre auf dem Nachttisch und zündete sie mit bedächtiger Präzision an, seine Bewegungen langsam, als hätte er alle Zeit der Welt.
"Weiß was?" fragte er und stieß eine Rauchwolke aus, die träge zum Kronleuchter über ihnen aufstieg.
Vivienne lehnte sich näher heran, ihre Lippen streiften sein Ohr. "Weiß, dass du hier bei mir bist. In ihrem Bett."
Alexander lachte, der Klang tief und kalt. "Mach dir keine Sorgen um sie." Er wandte sich Viviennes Blick zu, seine eisigen blauen Augen glänzten mit einer gefährlichen Mischung aus Selbstvertrauen und Gleichgültigkeit. "Sie würde nichts wagen. Elena braucht mich."
Vivienne lachte leise, ihre grünen Augen funkelten vor Belustigung. Sie rutschte auf dem Bett, ließ die seidenen Laken um ihre Hüften gleiten. "Du bist kühn, Alexander. Die meisten Männer wären zu Tode erschrocken, wenn ihre Frauen sie so erwischen würden."
"Die meisten Männer sind nicht ich", sagte Alexander schlicht und schnippte die Asche seiner Zigarre in einen Kristallaschenbecher. Er lehnte sich entspannt gegen das Kopfende, als wäre es nicht mehr als eine kleine Unannehmlichkeit, wenn seine Frau sie erwischen würde.
Vivienne neigte den Kopf und musterte ihn mit einem verschlagenen Lächeln. "Du bist dir deiner so sicher. Was, wenn sie dich überrascht?"
Alexander hob eine Augenbraue, sein Gesichtsausdruck undurchschaubar. "Elena hat es nicht in sich. Sie ist zu berechenbar. Zu abhängig. Sie würde es nicht wagen, das Boot zum Schaukeln zu bringen."
Aber draußen vor der geschlossenen Schlafzimmertür stand Elena Hartley wie erstarrt, ihre zitternde Hand nur wenige Zentimeter vom Türknauf entfernt. Ihr Atem ging flach, und ihre Brust schmerzte unter der Last des Verrats. Sie war von einem späten Geschäftsessen nach Hause geeilt, voller Vorfreude, ihren Mann zu überraschen. Sie hatte nicht einmal angerufen und sich ausgemalt, wie sein Gesicht aufleuchten würde, wenn er sie sähe.
Stattdessen war sie in einen Alptraum gelaufen.
Das gedämpfte Lachen und die intimen Stimmen aus ihrem Schlafzimmer ließen sie innehalten. Zunächst dachte sie, sie würde es sich einbilden. Ihr Alexander - der Mann, den sie ein Jahrzehnt lang so leidenschaftlich geliebt hatte - würde sie niemals betrügen. Oder doch?
Aber als sie ihr Ohr an die Tür drückte, hörte sie alles.
"Lass sie doch. Sie würde nichts wagen. Sie braucht mich."
Die Worte bohrten sich wie Glassplitter in ihre Brust. Ihr Hals schnürte sich zu, als Tränen ihre Augen brannten und ihre Sicht verschleierten. Sie biss sich so fest auf die Lippe, dass sie fast blutete, verzweifelt bemüht, still zu bleiben.
Im Zimmer setzten Alexander und Vivienne ihr sorgloses Gespräch fort.
"Du glaubst, sie wird es einfach hinnehmen?" neckte Vivienne und fuhr mit ihren Fingern an seinem Kiefer entlang.
"Das hat sie immer", erwiderte Alexander, seine Stimme bar jeder Reue. "Elena kennt ihren Platz. Sie weiß, was ich aufgebaut habe, und sie weiß, dass sie ohne mich nichts ist."
Elenas Knie drohten nachzugeben. Der Schmerz war unerträglich, wie eine Flutwelle, die über sie hereinbrach und ihr die Luft zum Atmen nahm. Sie wollte hineinplatzen, ihn anschreien, beide zur Rede stellen. Aber während die Tränen still ihre Wangen hinabliefen, begann sich eine seltsame Ruhe über sie zu legen.
Nein. Sie würde ihm nicht die Genugtuung einer dramatischen Szene geben. Sie würde ihn nicht sehen lassen, wie sie zerbricht.
Elena richtete ihren Rücken auf und atmete tief ein, wischte sich mit zitternden Händen die Tränen ab. Ihr Blick fiel auf ihre linke Hand, wo der Diamantverlobungsring, den Alexander ihr gegeben hatte, im gedämpften Licht des Flurs funkelte. Ein Symbol für nun gebrochene Versprechen.
Langsam streifte sie den Ring von ihrem Finger. Er fühlte sich schwerer an als je zuvor. Sie betrachtete ihn einen Moment lang, das Gewicht seiner Bedeutung endlich verschwunden, dann legte sie ihn behutsam auf den kleinen Marmortisch vor der Schlafzimmertür.
Der Schlüssel zu ihrer Villa folgte, mit gleicher Präzision neben den Ring gelegt. Sie brauchte sie nicht mehr.

Darling, You Lose
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