

Beschreibung
Olivia ,,Livvy" Hayes hatte nie eine Wahl. Zur Ehe mit dem Verbrecherboss Stanley Dunne gezwungen, ertrug sie funf Jahre voller Kontrolle, Gewalt und Angst. Doch als ihre Tochter Angelina geboren wird, trifft sie die einzige Entscheidung, die zahlt - sie flieht. Verzweifelt und allein findet sie unerwartet Zuflucht bei Storm, dem ehemaligen besten Freund ihres Bruders Michael und einem Mann, der sie schon immer begehrt hat. Storm ist bereit, sie zu beschutzen - doch Sicherheit hat ihren Preis. Livvys Flucht lost eine todliche Kettenreaktion aus. Stanley will seine Frau zuruck. Michael ist verschwunden, verloren in der Welt der Crimson-Syndicate. Und Storm ist nicht der Einzige, der bereit ist, um sie zu kampfen. Luca und Daniel, seine engsten Verbundeten, haben ihre eigenen Anspruche - Anspruche, auf die sie jahrelang gewartet haben. Gefangen zwischen drei machtigen, gefahrlichen Mannern, die sich weigern, sie gehen zu lassen, muss Livvy sich durch todliche Allianzen, verborgenen Verrat und die Geister ihrer Vergangenheit navigieren. Denn in ihrer Welt ist Liebe kein Marchen. Sie ist ein Krieg. Und Livvy? Sie konnte genau der Preis sein, fur den alle bereit sind, zu toten.
Kapitel 1
Jun 24, 2025
"Willst du, Stanley Dunne—"
"Ja, ich will", unterbrach Stanley, bevor der Priester den Satz beenden konnte, seine Stimme fest, der Griff um ihre Hand fast schmerzhaft. Er hob sie an seine Lippen und hauchte einen Kuss auf ihre zitternden Finger.
Der Priester zögerte, fuhr aber fort. "Und willst du, Olivia Hayes, Stanley Dunne zu deinem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen?"
Stille.
Livvys Kehle zog sich zusammen. Ihre Finger krallten sich in die Handfläche, als sie zu ihrem Bruder blickte. Michael saß steif in der ersten Reihe, den Kiefer angespannt, die Hände fest auf den Knien. Aber er rührte sich nicht. Er konnte nicht.
Weil ihre Eltern zusahen.
Weil niemand sie retten konnte.
Gegenüber von ihr verzog Stanley seine Lippen zu diesem Grinsen. Das, das ihr immer den Magen umdrehte.
Aus dem Augenwinkel sah sie seine Freunde—seine Geschäftspartner, seine Männer—wie sie untereinander kicherten. Das Trio. Luca. Storm. Daniel. Sie beobachteten. Warteten. Michael drehte sich zu ihnen und herrschte sie an, aber es spielte keine Rolle. Sie genossen die Show.
Sie atmete zittrig aus und zwang die Worte über die Lippen.
"Ja. Ich will."
Die Menge applaudierte. Der Priester segnete ihre Verbindung. Der Ring glitt auf ihren Finger wie ein Schloss, das einrastet.
Ein Käfig, der sich um sie schloss.
***
Der Empfang war ein Rausch aus erzwungenen Lächeln und leeren Glückwünschen. Michael schaffte es, sie beiseite zu ziehen, seine Augen suchten die ihren.
"Livvy, geht es dir gut?"
Livvy öffnete den Mund, doch bevor sie sprechen konnte—schloss sich eine Hand um ihr Handgelenk.
Stanleys Lächeln war charmant, seine Stimme leicht. "Zeit zu gehen, Liebling."
Livvy versteifte sich. "Ich brauche einen Moment mit meinem Bruder."
Stanleys Finger drückten gerade so fest zu, dass sie zusammenzuckte. "Nein."
Michaels Gesicht verdunkelte sich. Er machte einen Schritt nach vorn, die Schultern angespannt. "Wenn du ihr wehtust—"
Stanley lachte. Spöttisch. Abfällig. "Wenn ich ihr wehtue, was dann? Was glaubst du, wirst du tun?"
Er beugte sich vor, die Stimme gesenkt. "Deine Eltern schulden mir mehr, als sie je zurückzahlen können, Mikey. Das heißt, ich besitze dich auch."
Michaels Fäuste ballten sich, aber er bewegte sich nicht. Niemand tat es. Denn niemand würde sie retten.
***
Draußen biss die Nachtluft in ihre bloße Haut. Livvy stand allein da, die Absätze sanken in den Asphalt, während sie wartete, dass Stanley das Auto vorfuhr. Ein Schauer lief ihr über den Rücken.
Dann—eine Stimme. Tief. Amüsiert. Gemein.
"Sieh dir unseren kleinen Engel an."
Ihr Atem stockte. Storm. Luca. Daniel. Das Trio, das ihr Leben schon seit Kindertagen zur Hölle machte. Für sie war sie immer nur ein Spielzeug. Etwas, mit dem man spielen konnte.
Sie waren Michaels Freunde. Die Männer, vor denen sie sich immer fernhalten sollte. Sie sind zu gewalttätig. Zu unberechenbar. Und jetzt—zu nah.
Storms dunkle Augen glitten langsam und absichtlich über sie. Sein Grinsen war scharf wie eine Klinge. "Verdammte Schande, nicht wahr?"
Luca stieß einen leisen Pfiff aus. "Glaubst du, sie ist noch Jungfrau?"
Ihr Magen verkrampfte sich. Sie trat zurück, aber Daniel stand da, schaute nur. Schwieg. Er machte zwar nicht mit—aber er hielt sie auch nicht auf.
Stanleys Wagen fuhr vor, das Fenster glitt herunter.
"Steig ein. Lass mich nicht warten."
Livvy setzte sich in Bewegung, aber Luca zog sie zurück, lehnte sich stattdessen ans Fenster. Das Trio verschob sich, ihre Ausdrücke wurden kalt, abfällig, als sie Stanley anstarrten. Luca grinste.
"Wenn du ihr wehtust, Dunne..." Sein Grinsen wurde schärfer. "Dann legst du dich auch mit uns an. Verstanden?"
Zum ersten Mal sah Livvy es—Angst, die in Stanleys Augen aufflackerte. Aber er fing sich schnell, verzog die Lippen zu einem höhnischen Grinsen. "Ihr drei haltet euch für etwas Besseres. Dabei seid ihr doch nur Ratten."
Dann schoss sein Blick zu Livvy.
"Bist du taub? Steig verdammt nochmal ein."
Storm legte den Kopf schief, als überlege er, ob er aus Spaß zuschlagen sollte. Dann grinste er und trat zurück.
"Entspann dich, Dunne. Wir sagen nur Auf Wiedersehen."
Er hielt ihr die Tür auf und beugte sich vor, als sie zögerte. Seine Stimme wurde zum Flüstern.
"Viel Glück, kleiner Engel."
Die Autofahrt verlief schweigend. Stanleys Griff ums Lenkrad war zu fest.
Livvy zwang sich zu einem nervösen Lächeln. "Das war—"
Die Ohrfeige kam aus dem Nichts. Ihr Kopf flog zur Seite. Hitze schoss ihr brennend über die Wange.
Stanley atmete schwer aus, griff dann nach ihr, die Stimme zitternd. "Livvy—Baby—das wollte ich nicht—"
Seine Finger packten ihr Kinn, zwangen sie, ihn anzusehen. "Du hast mich blamiert." Seine Stimme war jetzt weicher. "Du hast mich dazu gebracht."
Sie nickte. Denn was hätte sie sonst tun sollen?

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