

Beschreibung
Ayla war schon immer die Ausgestossene-gemobbt, ignoriert und in den Schatten versteckt. Doch als ihre verbotenen Krafte erwachen, andert sich alles. ,,Du bist gefahrlicher, als du denkst", flustert Zion. ,,Und sie werden alles tun, um dich zu kontrollieren." Gefangen zwischen einem gnadenlosen Rudel, einem abtrunnigen Konig und zwei Wolfen, die um ihr Herz kampfen, muss Ayla die Wahrheit uber ihre Blutlinie herausfinden, bevor sie alle zerstort. ,,Wahle, Ayla", verlangt der Abtrunnige Konig. ,,Dein Rudel-oder mich."
Kapitel 1
Dec 9, 2025
Ayla stand am Rand und hoffte, nicht aufzufallen. Sie umklammerte die Riemen ihrer abgetragenen Lederhandschuhe, ihr Herz pochte wild, als Rowans, der Sohn des Beta, der Gruppe junger Wölfe Befehle für die Kampfdrills zubrüllte.
„Ayla!“, durchbrach Rowans scharfe Stimme die Luft. Er stand inmitten der Gruppe, sein Grinsen triefte vor Verachtung. „Komm her. Zeig mal, ob du mehr kannst, als nur rumzustehen.“
Die Menge kicherte, die Augen funkelten vor Erwartung. Ayla schluckte schwer. Sie wollte am liebsten im Boden versinken, wusste aber, dass eine Weigerung alles nur schlimmer machen würde. Sie trat vor, ihre Stiefel wirbelten Staub auf, als sie in den Übungsring trat.
„Keine Sorge“, höhnte Rowan. „Ich werde es langsam angehen lassen. Nicht, dass du beim Alpha anfängst zu heulen.“
Ayla ballte die Fäuste, sagte aber nichts. Ihr Vater hatte sie immer gewarnt, den Kopf einzuziehen und sich nicht bemerkbar zu machen. „Du willst nicht, dass sie dich zu genau anschauen“, hatte er gesagt. Ayla hatte nie verstanden, was er damit meinte, aber sie nahm sich seine Worte zu Herzen.
Das Sparring begann. Rowan stürmte auf sie zu, die Krallen ausgefahren. Ayla wich zur Seite aus, ihre Bewegungen schnell und präzise. Sie hätte kontern können—sie wusste genau wie—doch sie zögerte und ließ Rowan absichtlich mit einem kräftigen Stoß gegen ihre Brust treffen. Sie taumelte zurück und fiel zu Boden, während ringsum Gelächter aufbrandete.
„Ist das schon alles?“, höhnte Rowan, der sich über sie stellte.
Ayla schluckte ihren Ärger hinunter. Sie durfte auf keinen Fall zeigen, wie geschickt sie wirklich war. Das würde nur Aufmerksamkeit erregen. Sie rappelte sich auf und klopfte den Dreck von ihren Knien.
„Erbärmlich“, spie Rowan aus und wandte sich an die Menge. „Das passiert, wenn man Schwäche im Rudel duldet.“
Als die Gruppe auseinanderlief, blieb Ayla zurück und wich den höhnischen Blicken aus. Sie schlich sich in den Wald, wo die Bäume hoch und dicht standen und sie vor der Außenwelt verbargen. Hier konnte sie durchatmen.
Auf einer kleinen Lichtung, die sie zu ihrem eigenen Rückzugsort gemacht hatte, begann Ayla mit ihrem eigentlichen Training. Ihre Schläge trafen die abgenutzte Trainingspuppe präzise und schnell. Jeder Tritt hatte eine Wucht, die Rowan durch die Luft hätte fliegen lassen, hätte sie es gewagt, sich zu wehren.
In ihrem Kopf spielten sich die Demütigungen von vorhin erneut ab, Wut brodelte unter ihrer Haut. „Schwach“, hatte Rowan sie genannt. Sie rammte ihre Faust in die Brust der Puppe. Sie war alles andere als schwach.
„Eines Tages“, flüsterte sie sich selbst zu. „Eines Tages werden sie es sehen.“
Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand, kehrte Ayla zum Rudelhaus zurück, wo die Vorbereitungen für die Heimkehrszeremonie des Alpha-Erben in vollem Gange waren. Laternen hingen in den Bäumen und warfen goldenes Licht über den Hof. Rudelmitglieder in ihrer feinsten Kleidung bewegten sich geschäftig, voller Vorfreude.
Ayla glitt in die Schatten und hielt den Kopf gesenkt. Sie gehörte nicht zu diesen Festlichkeiten. Der Sturz ihres Vaters hatte ihr ihren Platz als Außenseiterin gesichert.
Die Menge verstummte, als eine große Gestalt aus dem Rudelhaus trat. Cian, der Sohn des Alpha, war angekommen. Sein dunkles Haar glänzte im Laternenlicht, und seine scharf grünen Augen glitten mit einer beherrschenden Präsenz über die Menge, die Ayla den Magen umdrehen ließ.
„Willkommen daheim, Cian“, verkündete der Alpha, seine Stimme dröhnte vor Stolz.
Cian nickte und schenkte den versammelten Wölfen ein höfliches Lächeln. Sein Blick schweifte über die Menge und verharrte kurz, als er auf Ayla traf. Sie erstarrte, das Gewicht seiner Aufmerksamkeit hielt sie an Ort und Stelle fest. Sein Gesichtsausdruck blieb unverändert, doch irgendetwas in seinem durchdringenden Blick jagte ihr einen Schauder über den Rücken.
„Warum schaut er mich an?“, murmelte Ayla leise und trat tiefer in die Schatten.
Die Zeremonie ging weiter, gefüllt mit Reden und Jubel, doch Ayla wurde das Gefühl nicht los, dass Cians Blick immer wieder auf sie zurückfiel. Es war beunruhigend, als könne er etwas in ihr sehen, das sie selbst nicht verstand.
Als die Zeremonie endete und die Menge sich auflöste, wandte Ayla sich zum Gehen. Doch als sie am Rudelhaus vorbeikam, fing sie ein Gesprächsfetzen auf.
„Sie wird sich gut machen“, sagte Rowans Stimme, leise und scharf.
„Bist du sicher, dass sie die Richtige ist?“, entgegnete Cian, sein Tonfall nicht zu deuten.
„Ganz sicher. Niemand wird etwas merken. Für alle ist sie unsichtbar.“
Ayla drückte sich gegen die Wand, ihr Herz raste. Redeten sie über sie?

The Outcast Luna of Two Alphas
10 Kapitel
10
Inhalt

Speichern

My Passion
Genres
Über Uns
Für Autoren
Copyright © 2026 Passion
XOLY LIMITED, 400 S. 4th Street, Suite 500, Las Vegas, NV 89101