

Beschreibung
Aria hat nie nach Macht, Prophezeiung oder Krieg verlangt. Alles, was sie wollte, war ein Ort, an den sie gehort. Als sie der Qual ihres grausamen Geburtsrudels entkam, suchte Aria Zuflucht beim Crimson Fang - nur um dem Misstrauen seines Alphas zu begegnen: Hayden, einem Mann, der von seiner eigenen tragischen Vergangenheit verfolgt wird. Als ein geheimnisvoller Brief alles bedroht, verlangt Hayden Antworten - und findet in Arias verheerender Wahrheit mehr, als er erwartet hat. Was als Misstrauen beginnt, entwirrt sich langsam zu etwas Tieferem: einer Verbindung, die keiner von beiden leugnen kann. Doch wahrend zwischen Alpha und Streunerin Gefuhle entflammen, kehren Schatten aus Arias Vergangenheit mit aller Macht zuruck. Ihre Schwester Dayana - gerissen, gnadenlos und mit dunkler Magie bewaffnet - will Isla wieder unter ihre Kontrolle bringen. Und Cole, Arias einstige Liebe, ist nicht mehr der Mann, den sie einst kannte. Von Wut und Verderbnis verdreht, ist er zu etwas Monstrosem geworden. Zerrissen zwischen Liebe, Loyalitat und der Angst, sie konnte die Verfluchte einer vergessenen Prophezeiung sein, muss Aria sich entscheiden: wieder fliehen... oder aufstehen. Mit Feinden, die immer naher rucken, und einem Krieg am Horizont muss Aria endlich die Starke beanspruchen, nach der sie so lange gesucht hat - oder riskieren, den einzigen Ort zu verlieren, den sie je ihr Zuhause nannte... und den Gefahrten, der die Welt niederbrennen wurde, um sie zu beschutzen.
Kapitel 1
May 3, 2026
Dayanas Stimme erfüllte den Raum, während sie von ihrer letzten Trainingseinheit erzählte. Ihre Eltern betrachteten sie mit leuchtender Bewunderung, ihre Lächeln breit und zustimmend.
„Du bist so begabt, Dayana“, sagte die Mutter. „Du bist alles, was eine zukünftige Luna sein sollte.“
„Dayana hat so eine natürliche Anmut“, fügte der Vater hinzu. „Sie ist praktisch dazu bestimmt, Luna zu werden.“
Dayana warf ihr goldenes Haar zurück, ein zufriedenes Grinsen blitzte kurz auf. Auf der anderen Seite des Raumes saß Aria am Rand des Sofas, klein und still, bemüht, im Hintergrund zu verschwinden.
„Jeder könnte so gut sein mit so viel Übung“, sagte Aria leise, ihre Stimme kaum hörbar.
Das Schnauben ihres Vaters war scharf. „Nein, Aria. Dafür braucht es Talent. Echtes Talent.“ Sein Blick ruhte auf ihr, voller Enttäuschung. „Vielleicht solltest du dich mehr anstrengen. Lerne von deiner Schwester.“
Die Worte brannten, scharf und kalt, aber Aria biss sich auf die Zunge. Der Raum wurde still, nur das Geräusch von Dayana, die sich näher lehnte, war zu hören, ihre Stimme honigsüß und spöttisch.
„Vielleicht wärst du in irgendetwas gut, wenn du mal aufhören würdest zu träumen“, sagte Dayana mit einem zuckersüßen Lächeln.
Aria schwieg, doch in ihrem Inneren wirbelten bittere Erinnerungen—Dayana, die sich in ihr Zimmer schlich, Seiten aus ihren Tagebüchern riss, grausame Notizen kritzelte wie ‚Du bist wertlos‘ oder ‚Niemand wird dich je wollen‘.
Sie war immer die bessere Tochter gewesen.
Dayanas Schönheit war unbestreitbar, ihr schmutzig-blondes Haar glänzte wie Gold, ihre stechend blauen Augen zugleich gebieterisch und faszinierend. Aria hingegen fühlte sich wie ein blasser Abglanz. Ihr weiches, silbern-blondes Haar fing das Licht wie Mondschein auf, ihr sichelförmiges Muttermal schmückte ihre Wange—ein Merkmal, das Dayana endlos verspottete.
Der Name „hässlich“ folgte Aria wie ein Schatten.
Doch an jenem Abend, als sie aus dem Familienzimmer in die kühle Nachtluft glitt, ersetzte ein Funke Hoffnung den Schmerz in ihrer Brust. Sie hatte es schon seit Tagen gespürt—einen Sog, tief und magnetisch.
Irgendwo im Midnight Crest Rudel wartete ihr vorherbestimmter Gefährte auf sie.
Der Gedanke wärmte sie. Ihre Lippen formten ein kleines, geheimes Lächeln, als sie sich ein Leben vorstellte, in dem sie endlich frei war.
Aber zwei Tage später zerbrach ihre Welt.
Die Haupthalle des Rudels summte vor Energie, als Aria eintrat, das Herz pochte heftig. Ihr Blick blieb an Cole hängen—ein Krieger mit breiten Schultern und einer Aura roher Stärke. Ihre Brust zog sich zusammen, als die Erkenntnis wie ein Blitz einschlug.
Er ist meiner.
Doch bevor sie sich rühren konnte, erklang eine vertraute Stimme.
„Cole! Da bist du ja“, rief Dayana und schob mühelos ihren Arm unter seinen.
Aria erstarrte, als ihre Schwester sich an ihn lehnte und ihm etwas zuflüsterte, das ihn leise lächeln ließ. Sein Arm legte sich besitzergreifend um Dayanas Taille.
„Cole?“, brachte Aria hervor, ihre Stimme zitternd.
Er sah auf, sein Ausdruck höflich, aber distanziert. „Aria“, sagte er knapp und nickte.
Dayanas Lippen verzogen sich zu einem grausamen Lächeln. „Oh, Aria, wusstest du das nicht?“ Sie fuhr mit den Fingern über Coles Brust. „Cole und ich… nun, wir haben gerade über unsere Zukunft gesprochen. Es sieht so aus, als wäre er mein Gefährte.“
Die Worte zerquetschten sie, die Luft wich aus ihren Lungen.
„Nein“, flüsterte Aria und schüttelte den Kopf. „Du kannst nicht—er ist meiner.“
Dayanas Blick wurde schärfer, ihr Grinsen noch kälter.
„Deiner?“, wiederholte sie mit einem leisen Lachen. Ihr Blick glitt abfällig über Aria. „Dachtest du wirklich, jemand wie er würde dich wollen?“

The Snow Wolf's Mate
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